Leinsamen 2,5 kg Bio


Leinsamen 2,5 kg Bio

Artikel-Nr.: 61-202

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Bio Leinsamen. Nicht aus eigenem Anbau. Mindesthaltbarkeit: 12 Monate ab Rechnungsdatum.Bei einem Warenwert ü_ber 200&euro_ erlassen wir einmal Porto, bei ü_ber 400&euro_ zweimal. Ein Beipacken von Kleinteilen ist selbstverstä_ndlich mö_glich.

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Technische Daten:

Als _Leinsamen _werden die Samen des _Flachses _(Gemeiner Lein, _Linum usitatissimum) bezeichnet.

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Leinsamen haben je nach Sorte eine braune oder gelbe Schale, schmecken leicht nussig und enthalten etwa 40 _% Fett (Leinö_l). An diesem hat die _mehrfach ungesä_ttigte _Omega-3-Fettsä_ure _Alpha-Linolensä_ure einen Anteil von etwa 50 _%. Leinö_l hat damit eine der hö_chsten Konzentrationen von Omega-3-Fettsä_uren aller bekannten Pflanzenö_le. Weitere wichtige Inhaltsstoffe sind _Schleimstoffe, _Linamarin, _Eiweiß_, _Lecithin_ ferner _Sterine, _Plastochromanol, die _Vitamine _B1, B2, B6 und E sowie Nicotin-, Fol- und Pantothensä_ure.[1]

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Heilmittel

Leinsamen haben sich als ein natü_rliches und nicht apothekenpflichtiges _Abfü_hrmittel _bei einer _Verstopfung _bewä_hrt. Zu diesem Zweck muss der Samen geschrotet und dann zu Mehl vermahlen werden. Vor dem Verzehr sollte das Mehl in Wasser eingeweicht werden. So entsteht der Leinsamenschleim. Die abfü_hrende Wirkung beruht darauf, dass in der Schale des Leinsamens Schleime enthalten sind, die durch Wasseraufnahme _quellen. Die _Kotmasse _wird auch erweicht. Die mit der Quellung einhergehende Volumenzunahme reizt die in der _Darmwand _befindlichen Dehnungsrezeptoren, so dass es zum _Entleerungsreflex _kommt.

Leinsamenschleim kann zum Schutz der Magenschleimhaut bei _Gastritis _als morgendliche _Rollkur _oder auf den Tag verteilt eingenommen werden. Es gibt Hinweise darauf, dass Leinsamenschleimauch gegen Prostatakrebs vorbeugen kann.[2]

Leinsamen enthalten _cyanogene Glycoside _(Linustatin _und _Neolinustatin). Diese _Blausä_ure-Vorstufen entsprechen nach ihrer Umwandlung einer Menge von rund 50 _mg Blausä_ure auf 100 _g Leinsamen. Der geringe Wassergehalt der Samen, der zu saure pH-Wert im Magen und der Abbau durch _Rhodanasen _verhindert jedoch Vergiftungenbei Aufnahme normaler Mengen. Jede vorherige Erhitzung durch Backen, Kochen oder Braten zerstö_rt die Glykoside darü_ber hinaus.[3][4]

Unbehandelter Leinsamen &minus_ auch nach Quellung &minus_ verlä_sst meist unverä_ndert das Verdauungssystem des Menschen, weshalb eine nennenswerte Aufnahme der Inhaltsstoffe (z. _B. Linustatin, _Cadmium, _Linolsä_ure _und _Linolensä_ure) ausbleibt.

Gepulverter Leinsamen und so genannter _Leinkuchen _(der Presskuchen ist Nebenprodukt der Leinö_lproduktion) werden fü_r erweichende und schmerzlindernde breiige Umschlä_ge bzw. als heiß_e Packung bei Gallenblasenkolik und anderen Erkrankungen der Leber und Galle verwendet. Die im Leinkuchen enthaltenen, wasserlö_slichen _Lignane _besitzen _antioxidative _Wirkungen und werden in der Medizin zur Brustkrebsbehandlung miteingesetzt.

Hinweise

Es gibt Hinweise, dass der Verzehr von Leinsamen durch Schwangere das Risiko fü_r Frü_hgeburten erhö_hen kö_nnte.[5][6]

Weitere Verwendungen

Leinsamen wird in grö_ß_eren Mengen als Zutat fü_r Lebensmittel verwendet, hauptsä_chlich in Backwaren und _Mü_sli. Groß_e Mengen werden zu Leinö_l gepresst, das als hochwertiges Speiseö_l, als Therapeutikum sowie vor allem auch in technischen Anwendungen genutzt wird. Leinkuchen wird an Nutztiere verfü_ttert oder als Dü_ngemittel ausgebracht.[1]

Leinö_l _ist ein aus ernä_hrungsphysiologischer Sicht sehr wertvolles Speiseö_l (90 _% und mehr ungesä_ttigte _Fettsä_uren). Es _polymerisiert _schnell, _Jodzahl _170&ndash_190, und eignet sich damit hervorragend zur Herstellung von _Ö_lfarbe. Die Aufbewahrung aller Leinsamenprodukte sollte daher in dunklen, luftdicht schließ_endenGefä_ß_en erfolgen.

Problematik des gentechnisch verä_nderten Saatgutes

Von 1996 bis 2001 war in Kanada die gentechnisch verä_nderte, gegen bestimmte _Herbizide _resistente Flachssorte _Triffid _zugelassen.[7][8] _Trotz des folgenden weltweiten Anbau- und Verkaufsverbots (bzw. der fehlenden Genehmigungen) wurde bei ersten Kontrollen im Jahr 2009 in Deutschland genmanipulierter Leinsamen in Lebensmitteln nachgewiesen, Nachweise in weiteren europä_ischen Lä_ndern folgten.[8][9] _Groß_e deutsche Handelsketten entfernten daraufhin Produkte, die mö_glicherweise verunreinigten Leinsamen enthielten,aus ihren Regalen.[10]

Infolge der Verunreinigung der aus Kanada importierten Leinsamen mit genmanipuliertem Saatgut verwendeten viele Lebensmittelproduzenten keine Leinsamen aus Kanada mehr: Die Preise brachen ein und die kanadische Leinsamen-Industrie bangte um ihre Existenz. Die Kanadische Leinsamen-Vereinigung vereinbarte mit der EU als wichtigstem Abnehmer (70 _% der kanadischen Exporte) obligatorische Tests fü_r ihre Produkte, um wenigstens einen Teil der Ernten noch absetzen zu kö_nnen. Die Vereinigung bemü_ht sich seither, das Problem durch kontrollierten Anbau, regelmä_ß_ige Tests und Appelle an die Landwirte in den Griff zu bekommen.[11]


Auszug aus Wikipedia vom 18.03.2015

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