Bio Emmer


Bio Emmer

Artikel-Nr.: 60-801

Auf Lager

ab 9,80
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versand
Versandgewicht: 3 kg
1 kg = 2,83 €


1 kg = 2,83 €
Bio Emmer. Nicht aus eigenem Anbau. Mindesthaltbarkeit: 12 Monate ab Rechnungsdatum.

Die gü_nstigste Mö_glichkeit Getreide zu kaufen ist im 25 kg Sack, dunkel und trocken gelagert hä_lt sich dieser in der Regel ü_ber ein Jahr. 25 kg Getreide versenden wir im einzelnen Paket. Wir berechnen jeweils einmal Porto (5 &euro_) extra. Bei einem Warenwert ü_ber 200&euro_ erlassen wir einmal Porto, bei ü_ber 400&euro_ zweimal. Ein Beipacken von Kleinteilen ist selbstverstä_ndlich mö_glich.

 _

Technische Daten:


 _

Emmer

Emmer (Triticum dicoccum)

Systematik
Ordnung: Sü_ß_grasartige (Poales)
Familie: Sü_ß_grä_ser (Poaceae)
Unterfamilie: Pooideae
Tribus: Triticeae
Gattung: Weizen (Triticum)
Art: Emmer
Wissenschaftlicher Name
Triticum dicoccum
Schrank

Emmer _(Triticum dicoccum), auch _Zweikorn _genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Weizen (Triticum). Er ist, zusammen mit Einkorn, eine der ä_ltesten kultivierten Getreidearten. Diese Weizenart mit lang begrannten, meist zweiblü_tigen Ä_hrchen wird heute in Europa kaum noch angebaut (wenn, dann im Wesentlichen der Schwarze Emmer, daneben gibt es den Weiß_en Emmer und Roten Emmer).

Wilder Emmer _(Triticum dicoccoides) ist seine Stammform.

 _

Wilder Emmer (Triticum dicoccoides) ist der Urvater der &bdquo_Emmerreihe&ldquo_ (mit 2n = 4x = 28 Chromosomen). Zu ihr gehö_ren auch der Hartweizen (Triticum durum) und Kamut. Die Wildform des Emmer kann mit domestiziertem _tetraploiden _Weizen fruchtbare Kreuzungen eingehen.

Wilder Emmer kommt in der Sü_dosttü_rkei, in Syrien, im Libanon, in Jordanien, Palä_stina, Israel und im ö_stlichen Irak und Iran vor (Zohary and Hopf_ 2000, 45). Teilweise wä_chst er zusammen mit dem wilden tetraploiden Weizen (Triticum araraticum), mit dem er leicht verwechselt werden kann. Nach genetischen Untersuchungen (Ö_zkan et al. 2002) ist der domestizierte Emmer mit den Wildarten der sü_dö_stlichen Tü_rkei am nä_chsten verwandt.

 _

Domestizierter Emmer hat ein AABB-Genom und eine feste Rhachis, die verhindert, dass sich das Getreide selbst vermehren kann. Bei wildem Emmer bricht die Ä_hrchengabel, wenn das Korn reif ist, und es kann sich verbreiten. Domestizierter Emmer wurde in Tell Aswad, in _Abu Hureyra _(Schicht 2) und _Cayö_nü_ _gefunden. Ob der Emmer aus _Nevali Cori _vollstä_ndig domestiziert ist, ist unklar. Seit der frü_hjungsteinzeitlichen Epoche des prä_keramischen Neolithikums B (PPNB) kommt domestizierter Emmer regelmä_ß_ig vor.

 _

Emmer gehö_rt zu den ä_ltesten kultivierten Getreidearten. Die Pflanze lä_sst sich bis 3.000 v.Chr. zurü_ckverfolgen. Ihren Ursprung hatdie Pflanze im Nahen Osten, dort wird sie seit mindestens 10.000 Jahren angebaut.[1] _Durch die Ausbreitung des Ackerbaus kam der Emmer von Westpersien ü_ber Ä_gypten, Nordafrika und dem _Balkan _bis nach Mitteleuropa.

Der Emmer galt zur _Rö_merzeit _als &bdquo_Weizen von Rom&ldquo_. Von der Bronzezeit an verlor Emmer an Bedeutung. Im Laufe des 20. Jahrhunderts stieg die Anbauflä_che fü_r Emmer wieder an.

 _

Emmer gehö_rt wie alle Getreidearten zu den Monokotyledonen. Der Emmer hat zwei Kö_rner pro Ä_hrchen die fest von Spelzen umschlossen werden. Emmer kann bis zu 1,50 _m hoch wachsen. Die enorme Hö_he bereitet ihm unter Umstä_nden aber Probleme in seiner Standfestigkeit. _[2] _Emmer gehö_rt aus botanischer Sicht zu den Grä_sern, dessen Kö_rner, genau wie die Nü_sse zu den einsamigen Schließ_frü_chten zä_hlen.[3] _Die Blattö_hrchen des Emmer sind groß_ und bewimpert, die Blatthä_utchen sind mittelgroß_ und stumpfgezahnt. Die Deckspelze sind begrannt und die Hü_llspelzen sind lang und gezackt. Die Grannenlä_nge beträ_gt einige Zentimeter. _[2]

 _
Emmernach dem _Ä_hrenschieben

 _

Emmergetreide ist eiweiß_- und mineralstoffreich. Trotz seiner mä_ß_igen Klebereigenschaften ist Emmer auch fü_r die Brotherstellung geeignet. Vollkornbackwaren verleiht Emmer einen herzhaften und leicht nussigen Geschmack. Ebenso wird der Emmer fü_r die Bierherstellung eingesetzt (dunkel, meist trü_b, sehr wü_rzig).

Die Ä_hren sind in der Floristik in vielen Gestecken vorhanden. Die gekochten Kö_rner sind eine leckere Einlage fü_r Suppen und Eintö_pfe, werden aber auch in Salaten, Auflä_ufen oder Bratlingen verwendet.[4]

Forscher der Universitä_t Hohenheim (Stuttgart) und Vertreter des baden-wü_rttembergischen Landesinnungsverbandes der Bä_cker haben einen _»_Arbeitskreis Spelzgetreide«_ _(Einkorn, Emmer und Dinkel) gegrü_ndet, in dem auch Mü_ller und Nudelfabrikanten vertreten sind, um den Anbau dieser frü_hen Weizensorten wieder zu fö_rdern.[5]

In Ö_sterreich wird Emmer im Waldviertel (Niederö_sterreich) angebaut und ü_ber Bio-Lä_den und Supermä_rkte vertrieben.

In der Schweiz wird der Weiß_e Emmer im Schaffhauser Klettgau wie auch im Zü_rcher Weinland seit Mitte der 1990er Jahre wieder angebaut. Zu den daraus produzierten Produkten zä_hlen neben Emmerkö_rnern und -mehlen auch Spezialbrote (auch erhä_ltlich beim Grossverteiler Migros), Teigwaren, Emmer-Schwarzbier(von der _Falken-Brauerei) und ein Emmerschnaps.[6]

Als italienische Spezialitä_t bekannt ist die so genannte Zweikornsuppe (zuppa al farro), ein deftiger Emmereintopf, der vor allem fü_r die lä_ndlichen Gebiete der Toskana typischist und als klassisches &bdquo_Armeleutegericht&ldquo_ gelten kann.

 _

Bodenansprü_che und Bodenbearbeitung

Emmer hat keine besonders hohen Ansprü_che an die Bodenart und den pH-Wert des Bodens.

Die Grundbodenbearbeitung sollte mit dem Pflug oder Grubber erfolgen. Die Saatbettbereitung sollte nicht zu fein sein, auf Grund der Strukturreserve und des Windhalms. Dies ist gleich wie bei der Saatbettbereitung von Weizen. Die _Stoppelbearbeitung _ist fü_r die schnellere Rotte der Ernterü_ckstä_nde sehr sinnvoll.[7]

Fruchtfolge

Die Vorfruchtwirkung von Emmer ist mä_ß_ig, da die Ü_bertragung von Krankheiten wie z. _B. Halmbruch mö_glich ist. Die Selbstverträ_glichkeit ist nicht optimal, aus diesem Grund sollte zwei Jahre danach kein Wintergetreide angebaut werden. Eine gute Vorfruchtwirkung auf Emmer haben _Kartoffeln _und Mais.[4]

Saat

Der Saatzeitpunkt liegt zwischen Mitte September und Mitte Oktober. Der Emmer ist sehr winterhart, da er Temperaturen bis ca. &ndash_20 _°_C aushä_lt. Die Saatstä_rke sollte zwischen 150 und 200 kg/ha und die Saattiefe 4&ndash_6 _cm betragen. Der Reihenabstand beträ_gt 10&ndash_25 _cm. Da Emmer Spelzen hat, die rau und behaart sind, kann es zu Problemen bei der _Aussaat _kommen. Diese Probleme kö_nnen umgangen werden, wenn man das Emmerkorn entspelzt. _[4]

Anbau in Europa

Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde Emmer noch spä_rlich in Thü_ringen und in Sü_ddeutschland angebaut. Heute findet in Deutschland praktisch kein Anbau mehr statt. In Nordbayern im Raum Coburg wird wieder Emmer angebaut und dort vor allem fü_r die Bierherstellung verwendet. Der Emmeranbau wurde dort im Rahmen eines Projektes zur Fö_rderung des Anbaus alter Kulturarten sowie seltener Ackerwildkrä_uter wieder aufgenommen.

 _

Krankheiten und Schä_dlinge

Die hä_ufigsten Krankheiten sind _Pilzkrankheiten _wie z.B. Mehltau, Roste, DTR, _Septoria tritici _und Halmbruch. Durch die Spelzen ist das Korn vor Ä_hrenseptoria (Phaeosphaeria nodorum) und _Fusarien _geschü_tzt. Bei frü_her Saat hat die Fritfliege als Schä_dling die bedeutendste Rolle.[4]

Fü_r die Unkrautregulierung kann ab dem Dreiblattstadium gestriegelt werden. Bei starkem Befall ist auch schonendes Striegeln ab dem Zweilattstadium mö_glich.[4]

Ernte

Die Ernte des Emmer erfolgt Anfang bis Mitte August. Beim Dreschen mit einem Mä_hdrescher ist zu beachten, dass bei einer niedrigen Trommeldrehzahl und weniger Wind als bei Weizen geerntet wird. Eine Trocknung der Kö_rner ist nicht erforderlich, wenn die Kornfeuchte unter 14,5 _% liegt. Die Lagerung des Kornes ist sowohl mit, als auch ohne _Spelz _mö_glich.[4]

Der Ertrag von Schwarzem Emmer liegt mit ca. 30 _Dezitonnen/Hektar weit unter dem Ertrag vonWeizen mit 75 _dt/ha. Aus diesem Grund ist der Anbau von Emmer seit dem ersten Weltkrieg stark gesunken.[4]

Emmer ist wenig standfest und enorm lagergefä_hrdet.

 _

Durch natü_rliche Selektion entstand aus dem Urgetreide Emmer der Schwarze Emmer (Triticum dicoccon _var. _atratum). Dieser wird als _Winterung _angebaut, da er einen hö_heren Ertrag hat als Emmer. UV-bedingte Mutationen sind beim schwarzen Emmer kaum mö_glich, da er sich durch seine schwarze Fä_rbung gut davor schü_tzen kann.[8] _Aus diesem Grund ist er genetisch das bestä_ndigste Getreide. Die Schwarzfä_rbung kommt durch _Beta-Carotin.

 _

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Emmer_%28Getreide%29 _ 11.05.2012

Auch diese Kategorien durchsuchen: Getreide, Brot & Kuchengetreide